Die kurze Antwort: Ein gutes Weihnachtsgeschenk für Mitarbeiter erfüllt drei Bedingungen gleichzeitig: Es bleibt unter der steuerlichen Sachbezugsgrenze von 50 Euro pro Monat, es ist für alle im Team gleich wertig, und es fühlt sich nicht nach Pflichtübung an. Genau daran scheitern die meisten Präsentkörbe — sie sind teuer, austauschbar und werden im Januar verschenkt. Etwas Persönliches mit Text darauf kostet weniger, wird behalten und bleibt im Regal sichtbar. Ein Hinweis vorweg: Die Steuerangaben in diesem Text sind eine Orientierung, keine Steuerberatung. Für die verbindliche Einordnung in deinem Fall ist die Steuerberatung zuständig.
Warum das Weihnachtsgeschenk an Mitarbeiter so oft danebengeht
Der typische Ablauf: Ende November fällt jemandem auf, dass noch Geschenke fehlen. Es wird ein Budget genannt, jemand bestellt Präsentkörbe, und am 20. Dezember stehen 40 identische Kartons im Flur. Sie werden verteilt, alle bedanken sich freundlich, und ein guter Teil davon wird weiterverschenkt.
Das Problem ist nicht das Budget. Das Problem ist, dass ein Präsentkorb keine Aussage macht. Er sagt: „Wir haben daran gedacht, dass es Weihnachten ist." Er sagt nicht: „Wir wissen, wie das Jahr bei euch war." Und genau dieser zweite Satz ist der einzige Grund, warum ein Firmengeschenk überhaupt wirkt.
Der zweite häufige Fehler ist Ungleichheit. Sobald Teams unterschiedliche Geschenke bekommen — die Vertriebsabteilung den Wein, die Produktion den Gutschein —, wird verglichen. Das passiert immer, und es kostet mehr guten Willen, als das Geschenk erzeugt hat.
Die steuerliche Lage in drei Sätzen
Für Sachzuwendungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gilt nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG eine monatliche Freigrenze von 50 Euro. Bleibt der Bruttowert aller Sachbezüge eines Monats darunter, fallen weder Lohnsteuer noch Sozialabgaben an. Wichtig ist das Wort Freigrenze: Wird sie überschritten, ist nicht nur der übersteigende Teil steuerpflichtig, sondern der komplette Betrag.
Davon zu unterscheiden sind Aufmerksamkeiten zu persönlichen Anlässen — Geburtstag, Hochzeit, Geburt eines Kindes. Dafür gilt nach R 19.6 Abs. 1 der Lohnsteuer-Richtlinien eine eigene Grenze von 60 Euro. Weihnachten ist allerdings kein persönlicher Anlass, sondern ein allgemeiner. Für das Weihnachtsgeschenk greift also die 50-Euro-Sachbezugsgrenze, nicht die 60 Euro.
Für Geschenke an Geschäftspartner und Kunden gilt eine dritte Regel: Der Betriebsausgabenabzug ist nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG auf 50 Euro pro Empfänger und Wirtschaftsjahr begrenzt. Diese Grenze wurde zum 1. Januar 2024 von 35 auf 50 Euro angehoben.
| Empfänger | Grenze | Was zu beachten ist | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Mitarbeiter, Weihnachten | 50 Euro brutto pro Monat | Freigrenze, kein Freibetrag — bei Überschreitung ist alles steuerpflichtig. Andere Sachbezüge des Monats zählen mit. | § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG |
| Mitarbeiter, persönlicher Anlass | 60 Euro brutto je Anlass | Gilt für Geburtstag, Hochzeit, Geburt — nicht für Weihnachten. | R 19.6 Abs. 1 LStR |
| Geschäftspartner und Kunden | 50 Euro pro Empfänger und Jahr | Grenze für den Betriebsausgabenabzug, seit 2024 (vorher 35 Euro). | § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG |
| Betriebsveranstaltung | 110 Euro pro Person, zweimal jährlich | Gilt für die Weihnachtsfeier selbst, inklusive Geschenken, die dort überreicht werden. | § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG |
Der praktische Effekt: Ein Geschenk zwischen 20 und 30 Euro liegt bei allen vier Varianten sicher innerhalb der Grenzen, auch wenn im Dezember noch ein anderer Sachbezug dazukommt. Wer bei 45 Euro landet, hat keinen Puffer mehr — und ein Tankgutschein aus demselben Monat kippt die ganze Rechnung.
Ein Unterschied, der in der Praxis oft untergeht: Die 110 Euro für die Betriebsveranstaltung sind ein Freibetrag, keine Freigrenze. Wird er überschritten, ist nur der übersteigende Teil steuerpflichtig — anders als bei den 50 Euro. Er gilt für bis zu zwei Veranstaltungen im Jahr.
Was ein Firmengeschenk leisten muss, damit es nicht weiterverschenkt wird
Drei Eigenschaften entscheiden:
Es muss ausgepackt werden können, ohne dass jemand erklärt, was es soll
Wenn das Geschenk eine Erklärung braucht, ist es zu abstrakt. Ein Gegenstand mit einem lesbaren Satz darauf liefert die Botschaft direkt mit — das ist der Grund, warum Kerzen mit Spruch in diesem Zusammenhang so zuverlässig funktionieren.
Es muss im Büro stehen dürfen
Ein guter Teil der Wirkung entsteht danach: Das Geschenk steht auf dem Schreibtisch, andere sehen es, es wird darüber gesprochen. Etwas, das sofort in der Schublade verschwindet, hat diesen zweiten Effekt nicht.
Es darf nicht nach Werbeartikel aussehen
Das Logo groß auf der Vorderseite verwandelt das Geschenk in einen Werbeträger, und Werbeträger werden nicht behalten. Wenn ein Logo drauf soll, dann klein und auf der Rückseite oder der Verpackung. Bei geilstekerze.de ist beides möglich — die Personalisierung mit eigenem Text oder Logo kostet keinen Aufpreis.
Konkrete Varianten nach Teamgröße
Kleines Team, bis 15 Personen. Hier lohnt sich der persönliche Weg: für jede Person ein eigener Spruch. Das dauert eine Stunde Arbeit und ist das einzige Firmengeschenk, an das sich Leute Jahre später erinnern. Eine Kerze mit DEIN TEXT für 22,99 Euro macht genau das möglich.
Mittleres Team, 15 bis 60 Personen. Ein gemeinsamer Spruch für alle, dafür einer, der zum Jahr passt. Aus der Kategorie Spruchkerzen Arbeit & Beruf funktionieren Motive wie EINMAL MIT PROFIS ARBEITEN, EIN TEAM EIN WEG oder YOU ARE FUCKING FANTASTIC — je nachdem, wie deutlich im Haus gesprochen wird.
Großes Team, über 60 Personen. Hier zählt Logistik. Ein Motiv, eine Bestellung, eine Lieferung an eine Adresse, Verteilung intern. Sprich vorher über Mengen — die Auswahl in FIRMENGESCHENKE und TEAM-EVENT ist genau dafür gedacht, und für größere Stückzahlen lohnt sich eine direkte Anfrage.
Der Spruch entscheidet — und zwar nach Betriebskultur
Der häufigste Fehler bei personalisierten Geschenken ist ein Ton, der nicht zum Haus passt. In einer Kanzlei funktioniert ein anderer Satz als in einer Werkstatt. Eine grobe Einordnung:
- Konservativ, kundennah, formell: Wärme ohne Kraftausdruck. ALLTAGSHELD oder HAB ICH VON MEINEN KOLLEGEN BEKOMMEN. GLAUB DIE MÖGEN MICH.
- Locker, gemischt, viel Selbstironie: KAFFEE WEIL KOKS ZU TEUER IST oder RIECHT NACH KARRIERE.
- Handwerk, Produktion, direkter Ton: AUS DEM WEG GERINGVERDIENER oder ALLES WIRD GEIL!
- Sehr lockere Runde mit klarer Ansage von oben: die Auswahl unter unsere derben — aber nur, wenn wirklich alle im Haus damit einverstanden sind.
Im Zweifel eine Stufe zurück. Ein Geschenk, das eine Person unangenehm berührt, kostet mehr als eines, das etwas brav ist.
Die Übergabe entscheidet mit — und wird fast immer unterschätzt
Ein Geschenk, das über die Hauspost verteilt wird, verliert einen erheblichen Teil seiner Wirkung. Nicht weil das Geschenk schlechter wäre, sondern weil der Anlass fehlt. Wertschätzung entsteht im Moment der Übergabe, nicht im Karton.
Vier Varianten, geordnet nach dem, was sie tatsächlich auslösen:
- Persönlich übergeben, mit einem Satz dazu. Die wirksamste Variante und die einzige, die einen Unterschied macht. Der Satz muss konkret sein — nicht „danke für Ihren Einsatz", sondern etwas, das dieses Jahr betrifft.
- Auf der Weihnachtsfeier verteilt. Funktioniert gut, wenn alle da sind. Rechne damit, dass es untergeht, wenn parallel ein Programm läuft.
- Am Arbeitsplatz hinterlegt, mit handgeschriebener Karte. Der brauchbare Kompromiss für Schichtbetrieb oder verteilte Teams.
- Per Hauspost ohne Karte. Kommt an, wirkt aber wie eine Abrechnung. Wer den Aufwand scheut, sollte das Budget eher senken und die Karte schreiben.
Ein Detail mit großer Wirkung und minimalem Aufwand: Wer bei 30 Leuten 30 handschriftliche Karten schreibt, braucht dafür etwa eineinhalb Stunden. Das ist der günstigste Wertschätzungshebel, den ein Unternehmen hat — und der einzige Teil des Geschenks, den niemand kaufen kann.
Was Menschen im Team nicht hören wollen
Drei Formulierungen, die bei der Übergabe regelmäßig auftauchen und die Wirkung sofort kippen:
„Ein kleines Dankeschön für das schwierige Jahr." Wenn das Jahr wirklich schwierig war, erinnert der Satz genau daran — und ein Geschenk für 25 Euro wirkt als Ausgleich dafür lächerlich. Beschreibe lieber, was trotzdem gelungen ist.
„Von der Geschäftsführung." Anonyme Absender erzeugen keine Bindung. Wenn die Geschäftsführung schenkt, soll sie auch übergeben — sonst schenkt eben die direkte Führungskraft, und das ist ohnehin näher dran.
„Wir konnten dieses Jahr leider nicht mehr machen." Der Satz entwertet das Geschenk im Moment der Übergabe. Wenn das Budget klein ist, sag nichts über das Budget.
Zeitplan: wann was passieren muss
Firmengeschenke scheitern häufiger am Kalender als an der Idee. Ein realistischer Ablauf:
- Anfang November: Budget und Personenzahl festzurren, Motiv oder Motive auswählen.
- Mitte November: Personalisierung klären — ein Spruch für alle oder individuell, Logo ja oder nein.
- Spätestens Ende November: bestellen. Der Versand innerhalb Deutschlands dauert 2 bis 3 Werktage und kostet 4,90 Euro, ab 49 Euro Bestellwert ist er kostenfrei. Im Dezember sind alle Versanddienstleister deutlich stärker ausgelastet.
- Erste Dezemberwoche: Ware da, Vollständigkeit prüfen, Verteilung planen.
- Übergabe: persönlich, nicht per Hauspost. Der Moment ist die halbe Wirkung.
Wer für Kundinnen und Kunden statt für das Team plant, findet die Abstufungen nach Nähe unter Weihnachtsgeschenk für Kollegen. Für die Weihnachtsfeier selbst ist Schrottwichteln das passende Format, und wenn eine Person das Unternehmen verlässt, hilft Abschiedsgeschenk für eine Kollegin.
Quellen und Rechtsstand
Die steuerlichen Angaben in diesem Text stützen sich auf die folgenden Vorschriften. Stand der Prüfung: 5. September 2026. Sie ersetzen keine Steuerberatung.
- Sachbezugsfreigrenze 50 Euro im Kalendermonat: § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG
- Aufmerksamkeiten bis 60 Euro bei persönlichem Anlass: R 19.6 Abs. 1 der Lohnsteuer-Richtlinien, wiedergegeben im Amtlichen Lohnsteuer-Handbuch des Bundesfinanzministeriums
- Betriebsausgabenabzug für Geschenke an Nicht-Arbeitnehmer bis 50 Euro je Empfänger und Wirtschaftsjahr: § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG
- Freibetrag 110 Euro je Betriebsveranstaltung und teilnehmender Person, für bis zu zwei Veranstaltungen jährlich: § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG
Häufige Fragen
Wie viel darf ein Weihnachtsgeschenk für Mitarbeiter kosten?
Steuer- und sozialabgabenfrei bleibt ein Sachgeschenk, solange der Bruttowert aller Sachbezüge des Monats 50 Euro nicht übersteigt. Das ist eine Freigrenze, kein Freibetrag: Bei 50,01 Euro wird der gesamte Betrag steuerpflichtig. Für die verbindliche Prüfung ist die Steuerberatung zuständig.
Gilt für Weihnachten die 60-Euro-Grenze?
Nein. Die 60-Euro-Grenze für Aufmerksamkeiten gilt bei persönlichen Anlässen wie Geburtstag, Hochzeit oder der Geburt eines Kindes. Weihnachten ist ein allgemeiner Anlass, deshalb greift die monatliche Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro.
Was ist ein gutes Weihnachtsgeschenk für Mitarbeiter?
Etwas, das ohne Erklärung verstanden wird, im Büro stehen darf und nicht wie ein Werbeartikel aussieht. Präsentkörbe erfüllen keinen dieser Punkte. Ein Gegenstand mit einem passenden Satz darauf erfüllt alle drei und kostet meist deutlich weniger.
Sollen alle Mitarbeiter dasselbe bekommen?
Wertmäßig ja, unbedingt. Sobald Abteilungen unterschiedlich teure Geschenke erhalten, wird verglichen, und der Schaden ist größer als die Wirkung. Inhaltlich dürfen die Geschenke sich unterscheiden — unterschiedliche Sprüche bei gleichem Preis sind unproblematisch.
Darf ein Firmengeschenk lustig sein?
Ja, solange der Humor zur Betriebskultur passt und niemanden persönlich trifft. Aussehen, Gewicht, Beziehungsstatus, Herkunft und Religion sind im Arbeitsumfeld ausgeschlossen. Sprüche über Arbeit, Kaffee oder Feierabend treffen alle gleich und deshalb niemanden.
Kann man Firmenlogos auf die Geschenke drucken?
Bei geilstekerze.de ist die Personalisierung mit eigenem Text, Foto oder Logo ohne Aufpreis möglich. Für die Wirkung gilt: Ein kleines Logo auf der Rückseite oder der Verpackung wird akzeptiert, ein großes auf der Vorderseite macht aus dem Geschenk einen Werbeartikel.
Wann muss ich Weihnachtsgeschenke für Mitarbeiter bestellen?
Spätestens Ende November. Der Versand innerhalb Deutschlands dauert 2 bis 3 Werktage, aber im Dezember sind alle Versanddienstleister stärker ausgelastet. Bei größeren Stückzahlen lohnt sich eine Anfrage schon Anfang November.